Der 13 jährige Arian lächelt in die Kamera. Im Hintergrund sieht man den See und einen Steg mit Jugendlichen.

Arian: “Bin ins Becken gehüpft und habe nach ihr gegriffen”

Beim diesjährigen Rotkreuz Action Camp in Velden am Wörthersee haben wir von Sicher im Wasser Teilnehmer über ihre Einstellung zu Sicherheit im Wasser befragt. Viele der Burschen und Mädchen waren sich darüber einig, dass es an ausgebildeten Freiwilligen mangelt und wir uns alle mehr Rettungsschwimmer an den öffentlichen Bademöglichkeiten wünschen.

Arian, 13 Jahre, aus Spittal an der Drau (Ktn.) ist zum ersten Mal gemeinsam mit einem Schulfreund beim Action Camp und findet die Tätigkeiten beim Jugendrotkreuz interessant.

Sicher im Wasser: Arian, wie wichtig ist es für dich, dass beim Schwimmen jemand in Reichweite ist, der auf die Sicherheit im Wasser achtet?

Arian: Ich finde das schon wichtig, denn wenn etwas passiert, würde ich mich sicherer fühlen.

Sicher im Wasser: Auf einer Skala von 1 bis 10 (10 ist das Höchste): Wie oft, glaubst du, ist auch jemand in der Nähe?

Arian: 5, und darum sollten auch mehr Menschen Rettungsschwimmer werden.

Sicher im Wasser: Hast du schon einmal ein schlimmes Erlebnis im oder um das Wasser selbst erlebt oder von anderen mitbekommen? Wenn ja: Was ist passiert?

Arian: Ja, ich habe einmal miterlebt, dass ein Junge vom 11-Meter-Turm auf ein Kind im Wasser gesprungen ist. Da kam dann auch die Rettung. Ich war recht froh, dass jemand so schnell um Hilfe gerufen hat.

Sicher im Wasser: Hast du selbst schon einmal überlegt, Rettungsschwimmer zu werden?

Arian: Schwimmen ist nicht so mein Ding. Ich bin einmal vom 5-Meter-Turm gehüpft und fast auf dem Bauch gelandet. Seitdem habe ich Respekt vor den Gefahren im Wasser.

Sicher im Wasser: In welchem Alter hast du schwimmen gelernt?

Arian: In der Volksschule.

Sicher im Wasser: Wie viele Leute kennst du, die nie schwimmen gelernt haben?

Arian: Alle, die ich kenne, haben schwimmen gelernt.

Sicher im Wasser: Machst du deine Freunde darauf aufmerksam, vorsichtiger und somit sicher im Wasser zu sein, wenn sie vorhaben, weite Strecken zu schwimmen?

Arian: Kommt darauf an. Als ich letztens im Millstätter See mit Freunden baden war, habe ich mich sicher gefühlt, dass ein Erwachsener dabei war. Sonst wäre ich nicht so weit mitgeschwommen.

Sicher im Wasser: Zum Thema Sicher im Wasser: In den Nachrichten hört man während des Sommers häufig von Wasserunfällen mit Kindern. Was meinst du: Ab wann sollte ein Kind schwimmen lernen?

Arian: Am besten sollten sie es schon im Babyalter als Unterstützung erlernen und dann unbedingt dranbleiben. Es wäre gut, wenn Kinder mit 3 Jahren schon schwimmen könnten.

Sicher im Wasser: Hast du schon einmal jemanden vor dem Ertrinken bewahrt oder warst du selbst bereits in Not?

Arian: Als meine Cousine 3 Jahre alt war fiel sie ins 2-Meter-tiefe Wasser. Damals war ich 9 oder 10 und ich konnte gut die Luft anhalten. Also bin ich in das Becken gehüpft und habe nach ihr gegriffen. Dann erst half auch ein Erwachsener. Meiner Cousine war nach diesem Unfall schwindelig. Es war ein ziemlicher Adrenalinkick und nicht recht lustig, aber trotzdem ein schönes Gefühl, geholfen zu haben.

Sicher im Wasser: Wenn du den Tag am See verbringst, führst du eher Gespräche mit deinen Freunden oder bist du auch wachsam, was in deinem Umfeld passiert? Zum Beispiel, dass ein Kind unbeaufsichtigt am Wasserrand spielt.

Arian: Wenn recht viel los ist, konzentriere ich mich auf meine Freunde, aber ansonsten bin ich schon aufmerksam.

Erfahre mehr über die Gefahren im Wasser und schütze dich und dein Umfeld – werde Rettungsschwimmerheldin mit ‘Sicher im Wasser’ und dem Österreichischen Jugendrotkreuz!

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Von ÖJRK Allgemein