Erfolgreiches Netzwerken für Gesunde Schulen

sche_factsheet3_2015Das aktuelle Factsheet des SHE-Netzwerkes beschäftigt sich mit wirksamen Netzwerken und Partnerschaften in der schulischen Gesundheitsförderung. Zusammenarbeit von Schulen und die Kooperation mit Partnern aus unterschiedlichen Bereichen hat sich als Erfolgsfaktor für Gesunde Schulen bewährt. Das SHE-Factsheet 3 fasst Kriterien zusammen, die Zusammenarbeit unterstützen oder behindern können.

Verschieden Berufsgruppen haben unterschiedliche Konzepte und eine unterschiedliche Terminologie
Für eine gelungene Zusammenarbeit ist es wichtig, eventuell unterschiedliche Auffassungen von Gesundheit und Gesundheitsförderung zu erkennen und zu respektieren. Gerade in der Zusammenarbeit zwischen Personen aus dem Bildungs- und aus dem Gesundheitsbereich können verschiedene Vorstellungen und Herangehensweisen zu Missverständnissen führen. Schlüsselbegriffe wie Curriculum, Intervention, Gesundheitsförderung oder (Gesundheits)Kompetenz können in diesen beiden Berufsfeldern unterschiedliche Bedeutungen haben. Hier gilt es, sich immer wieder zu versichern, dass die gleichen Dinge gemeint sind, und sich auf ein gemeinsames Verständnis zu einigen.

Gemeinsame Ziele
Es sollte für alle Beteiligten klar sein, was das Netzwerk oder Partnerschaft erreichen möchte und wer welchen Beitrag dazu leisten kann. Dazu gehört es auch, eventuell auftretende Rollenkonflikte von Beteiligten offenzulegen. Die gemeinsamen Ziele und Aufgaben klar und offen zu kommunizieren, fördert das Vertrauen und das Engagement für die gemeinsame Sache.

Die Aufgaben und die Rolle von Schulen
Die Auffassungen über die Funktion und die Aufgaben einer Schule können zwischen Gesundheitsfachleuten und LehrerInnen recht unterschiedlich sein. Bildung und Gesundheit stehen jedoch, darf weist vieles hin, in einer engen Wechselbeziehung. Es gibt Evidenz dafür, dass Gesundheitsförderung, wenn sie systematisch in den Grundauftrag der Schule, nämlich das Lehren und Lernen integriert wird, nicht nur positiv auf die Gesundheit aller Beteiligten wirkt, sondern auch den Bildungserfolg verbessern kann. Andererseits sollten Gesundheitsfachleute anerkennen, dass eine gute Ausbildung für sich genommen Gesundheit positiv beeinflussen kann.

Im SHE-Factsheet werden noch eine Reihe weiterer Faktoren beschrieben, z.B. das Vertrauen der Partner untereinander, die Bedeutung von Evaluation und Monitoring oder der Einfluss von politischen Rahmenbedinungen. Außerdem werden einige Beispiele von funktionierenden Partnerschaften oder Netzwerken in verschiedenen europäischen Ländern vorgestellt.

Das Factsheet steht in englischer Sprache auf der Website des SHE-Networks zum Download zur Verfügung: > Effective networks and partnerships for health promotion in schools.

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