Junger Mann steht vor einem See mit weißem T-Shirt

Abdul: „Es ist wichtig, früh schwimmen zu lernen, da es in Österreich so viele Seen, Flüsse und Bäder gibt“

Abdul, 18 Jahre, aus Damaskus ist mit seiner Familie 2015 nach Österreich gekommen. Schon in seiner Heimat Syrien war das Schwimmen immer seine größte Leidenschaft.

Sicher im Wasser: Abdul, wie ich gelesen habe ist schwimmen deine große Leidenschaft, du hast ja sogar im syrischen Nationalteam Wasserball gespielt. Woher kommt deine Liebe zum Wasser?

Abdul: Mein Vater hat schon im syrischen Nationalteam Wasserball gespielt, und seitdem ich ein Kind war, bin ich mit meiner Mutter zu vielen Sportveranstaltungen gegangen und habe ihn angefeuert. Man könnte sagen, dass ich in Bädern und Sportzentren aufgewachsen bin. Ich bin eine Person, die sehr gerne im Wasser ist, da ich mich dort sicher und frei fühle. Ich verbringe meine Freizeit meistens im und am Wasser. Wasserball und schwimmen sind meine Lieblingssportarten. Ich habe in Damaskus beim Al-Dschaisch SC auf der Position des Centers Wasserball gespielt, und hatte dort ein intensives Trainingsprogramm, dadurch war ich sowieso sehr oft im Wasser.
 
Sicher im Wasser: Durch deinen Vater bist du ja schon sehr früh mit Wassersport in Kontakt gekommen, in welchem Alter hast du eigentlich schwimmen gelernt?
 
Abduls Vater: Du warst schon immer viel im Wasser, aber richtig schwimmen hast du mit vier Jahren gelernt und mit knapp fünf Jahren hast du auch schon ohne Schwimmflügel schwimmen können.
 
Sicher im Wasser: Welchen Vorteil siehst du darin, so früh wie möglich schwimmen zu lernen?
 
Abdul: Meine Meinung dazu ist, dass so früh wie möglich schwimmen lernen für Babys und Kinder ganz wichtig ist, besonders in Österreich, da es hier so viele Seen, Flüsse und Bäder gibt. Wenn man früh Schwimmen lernt, kann man bei Unfällen im Wasser sich selbst oder jemand anderem das Leben retten. Dazu kommt, dass schwimmen unabhängig vom Alter für jeden sehr gesund ist.
 
Sicher im Wasser: Bist du eigentlich selbst schon einmal in einer gefährlichen Situation im Wasser gewesen, oder hast du eine  gefährliche Situation miterlebt? 
 
Abdul: Beim Wasserballspielen habe ich mehrmals aus verschiedenen Gründen Krämpfe in den Beinen bekommen. Ein Krampf könnte wirklich tödlich sein, wenn man sich nicht richtig verhalten kann und besonders in den freien Gewässern. Im Sommer 2016 habe ich einen ebenfalls Geflüchteten aus dem Ratzersdorfer See vor dem Ertrinken gerettet.
 
Sicher im Wasser: Warum würdest du anderen jungen Menschen raten, selbst Rettungsschwimmer zu werden?
 
Abdul: Erstens, jeder, der schwimmen kann könnte Rettungsschwimmer werden. Zweitens, man weiß nie, was morgen passieren kann, aber so ist man immer gut vorbereitet. Und drittens, Rettungsschwimmer zu sein ist etwas sehr Interessantes, da man viele neue Sachen lernt und lebensrettende Maßnahmen anwenden kann. Falls mal wirklich etwas passiert, weiß man, wie man sich richtig verhalten soll und kann ein Leben retten.
 
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Von ÖJRK Allgemein