Man sieht eine junges Mädchen bis zu den Schultern vor dem Wörthersee stehen.

Tabea: “Mein Ziel ist es, Rettungsschwimmerin zu werden.”

Beim letztjährigen Rotkreuz Action Camp in Velden am Wörthersee haben wir von Sicher im Wasser Teilnehmer über ihre Einstellung zu Sicherheit im Wasser befragt. Viele der Burschen und Mädchen waren sich darüber einig, dass es an ausgebildeten Freiwilligen mangelt und wir uns alle mehr Rettungsschwimmer an den öffentlichen Bademöglichkeiten wünschen.

Tabea, 12 Jahre, aus Villach (Ktn.) ist heuer zum ersten Mal am Action Camp und möchte nächstes Jahr auf jeden Fall mit ihren Freundinnen wieder dabei sein. Den Pinguin und Freischwimmer hat sie bereits im Kindergarten absolviert.

Sicher im Wasser: Tabea, was hat dich motiviert, Mitglied beim ÖJRK zu werden? Was begeistert dich daran, anderen Menschen zu helfen?

Tabea: Meine Mama war früher bei der Rettung und auch Rettungsschwimmerin. Ich habe schon einige Erste-Hilfe-Kurse besucht und finde Menschen zu helfen ist cool!

Sicher im Wasser: Wann wusstest du, dass du anderen konkret helfen willst und dass du dich beim ÖJRK engagieren willst?

Tabea: Mit ca. 10 Jahren.

Sicher im Wasser: Was sagen deine Freundinnen zu deinem Hobby? Und sind andere auch sozial so engagiert wie du?

Tabea: Meine drei besten Freundinnen wollen nächstes Jahr auch unbedingt mit aufs Action Camp. Sie finden es auch wichtig, Menschen zu helfen.

Sicher im Wasser: Wie wichtig ist es für dich, dass beim Schwimmen jemand in Reichweite ist, der auf die Sicherheit im Wasser achtet?

Tabea: Sehr wichtig!

Sicher im Wasser: Auf einer Skala von 1 bis 10 (10 ist das Höchste): Wie oft, glaubst du, ist auch jemand in der Nähe?

Tabea: 5 bis 6. Und es sollten mehr Rettungsschwimmer in der Nähe sein.

Sicher im Wasser: Hast du schon einmal ein schlimmes Erlebnis im oder um das Wasser selbst erlebt oder von anderen mitbekommen? Wenn ja: Was ist passiert?

Tabea: Als ich 7 oder 8 Jahre alt war hat mich eine Welle im Meer hinunter gedrückt und ich wäre fast nicht mehr aufgetaucht. Meine Eltern wollten auch gerade ins Wasser gehen und mussten mich suchen, weil ich so plötzlich untergegangen war. Sie haben mich rausgezogen und ich musste zur Kontrolle ins Krankenhaus.

Sicher im Wasser: Hast du selbst schon einmal überlegt Rettungsschwimmerin zu werden?

Tabea: Ja, ich möchte mit 13 mit meinem Cousin gemeinsam den Helferschein machen

Sicher im Wasser: Cool, was motiviert dich dazu?

Tabea: Ich habe nächstes Jahr vor, als Ferialjob am Baggerteich in Villach zu arbeiten. Ich kenne schon die Leute, die dort Dienst haben, und schwimme selber sehr gern. Eine Mitschülerin aus der Nebenklasse hat außerdem auch mit 13 den Helferschein gemacht.

Sicher im Wasser: In welchem Alter hast du schwimmen gelernt?

Tabea: Mit 4 oder 5 Jahren.

Sicher im Wasser: Wie viele Leute kennst du, die nie schwimmen gelernt haben?

Tabea: Eine. Meine Oma meint, sie ist schon zu alt dafür, es noch zu lernen.

Sicher im Wasser: Zum Thema Sicher im Wasser: In den Nachrichten hört man während des Sommers häufig von Wasserunfällen mit Kindern. Was meinst du: Ab wann sollte ein Kind schwimmen lernen?

Tabea: Es sollte 4 bis 5 Jahre alt sein.

Sicher im Wasser: Wenn du den Tag am See verbringst, führst du eher Gespräche mit deinen Freunden oder bist du auch wachsam, was in deinem Umfeld passiert? Zum Beispiel, dass ein Kind unbeaufsichtigt am Wasserrand spielt.

Tabea: Ich beobachte die Situation, wenn Kinder alleine am Wasser sind.

Sicher im Wasser: Machst du deine Freundinnen darauf aufmerksam, vorsichtiger und somit sicher im Wasser zu sein, wenn sie vorhaben, weite Strecken zu schwimmen?

Tabea: Ja! Bei längeren Strecken nehmen wir immer eine Schwimmhilfe mit.

Sicher im Wasser: Was sind deine Zukunftspläne, um Menschen in Not zu helfen? Strebst du bestimmte Qualifikationen an?

Tabea: Mein Ziel ist es, Rettungsschwimmerin zu werden. Den Taucherschein möchte ich danach auch noch machen.

 

Werde Rettungsschwimmerheldin und somit sicher im Wasser!

 

RETTUNGSSCHWIMMERIN WERDEN!

Von ÖJRK Allgemein